22 Juli
2026

Saisonkalender für Gemüse – was hat wann Saison?

Wann haben Spargel, Tomaten, Kürbis oder Grünkohl Saison? Unser Saisonkalender zeigt dir übersichtlich, welches Gemüse im Laufe des Jahres regional aus Freiland, geschütztem Anbau oder Lager erhältlich ist. So kannst du saisonaler einkaufen, abwechslungsreicher kochen und die Vielfalt heimischer Gemüsesorten das ganze Jahr über entdecken.

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Saisonkalender für Gemüse – was hat wann Saison?

Spargel im Frühling, Tomaten im Sommer und Kürbis im Herbst – jedes Gemüse hat seine natürliche Erntezeit. Doch welches Gemüse hat in welchem Monat Saison und wann stammt es aus Lagerhaltung oder geschütztem Anbau?

Unser kompakter Saisonkalender zeigt dir, wann regionales Gemüse aus dem Freiland, geschützten Anbau oder Lager erhältlich ist. So kannst du saisonaler einkaufen, abwechslungsreicher kochen und regionale Produkte bewusster genießen.

Winter: Januar bis März

Auch im Winter gibt es eine überraschend große Auswahl an regionalem Gemüse. Während frisches Fruchtgemüse kaum verfügbar ist, dominieren robuste Kohlarten, Wurzelgemüse und lagerfähige Sorten den Speiseplan.

  • Januar: Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Lauch, Chicorée, Schwarzwurzel sowie Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Rote Bete aus Lagerhaltung.
  • Februar: Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Lauch, Pastinaken, Schwarzwurzel sowie Lagergemüse wie Kartoffeln, Möhren und Rote Bete.
  • März: Feldsalat, Lauch, Spinat, erste Radieschen aus geschütztem Anbau sowie weiterhin zahlreiche Lagergemüse.

Viele Wurzelgemüse entwickeln während der Lagerung sogar ein besonders ausgewogenes Aroma und eignen sich hervorragend für Suppen, Eintöpfe oder Ofengerichte.

Merksatz Im Winter stammt ein großer Teil des regionalen Gemüses aus Lagerhaltung. Das bedeutet jedoch nicht, dass Qualität oder Geschmack darunter leiden müssen.

Frühling: April bis Mai

Mit steigenden Temperaturen wächst die Auswahl deutlich. Jetzt beginnt die Saison vieler frischer Blatt- und Salatgemüse. Besonders beliebt ist natürlich der Beginn der Spargelsaison.

  • April: Spargel, Spinat, Radieschen, Frühlingszwiebeln, Kopfsalat, Rucola sowie erster Kohlrabi.
  • Mai: Spargel, Spinat, Kohlrabi, Mangold, Radieschen, Salate, Frühlingszwiebeln, Erbsen und erste junge Möhren.

Gerade Spargel und Spinat gehören zu den klassischen Frühlingsgemüsen und erreichen während ihrer natürlichen Saison häufig ihren besten Geschmack.

Alltagsbeispiel Frischer Spargel schmeckt besonders aromatisch, wenn er möglichst zeitnah nach der Ernte verarbeitet wird. Während der Saison lohnt sich deshalb der Einkauf bei regionalen Erzeugern besonders.

Frühsommer: Juni

Im Juni wächst das Angebot deutlich. Neben Spargel und Salaten kommen nun zahlreiche weitere Gemüsesorten frisch aus regionalem Freiland hinzu.

  • Spargel (bis Ende Juni)
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Spinat
  • Mangold
  • Erbsen
  • Junge Möhren
  • Frühlingszwiebeln
  • Salate verschiedener Sorten
  • Radieschen
  • Erste Zucchini

Traditionell endet die Spargelsaison rund um den 24. Juni (Johannistag). Dadurch erhalten die Pflanzen ausreichend Zeit, um sich bis zum nächsten Jahr zu regenerieren.

Hochsommer: Juli bis August

Im Hochsommer erreicht die heimische Gemüsevielfalt ihren Höhepunkt. Jetzt haben zahlreiche Fruchtgemüse Saison und überzeugen durch ihr besonders intensives Aroma. Tomaten, Gurken und Zucchini werden nun überwiegend im regionalen Freiland geerntet und bilden die Grundlage vieler sommerlicher Gerichte.

  • Juli: Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen, Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel, Mangold, Kohlrabi, Salate, junge Möhren und Frühlingszwiebeln.
  • August: Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen, Bohnen, Mais, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Mangold, Lauch sowie die ersten Kürbisse.

Viele Gemüsesorten erreichen jetzt ihren natürlichen Reifezeitpunkt. Dadurch können sie länger an der Pflanze wachsen und entwickeln häufig ein besonders intensives Aroma sowie eine angenehm feste Konsistenz.

Merksatz Juli und August bieten die größte Vielfalt an regionalem Freilandgemüse. Besonders Tomaten, Gurken und Zucchini schmecken jetzt oft am aromatischsten.

Herbst: September bis November

Mit dem Herbst beginnt die Hauptsaison vieler Kohlarten sowie zahlreicher Lagergemüse. Gleichzeitig werden Kürbisse, Sellerie und Rote Bete geerntet und für die Wintermonate eingelagert.

  • September: Kürbis, Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Brokkoli, Blumenkohl, Lauch, Fenchel, Sellerie, Rote Bete, Möhren, Kartoffeln und Mais.
  • Oktober: Kürbis, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Weißkohl, Rotkohl, Lauch, Schwarzwurzel, Pastinaken, Steckrüben, Sellerie und Kartoffeln.
  • November: Rosenkohl, Grünkohl, Feldsalat, Chicorée, Lauch, Schwarzwurzel, Pastinaken, Steckrüben sowie Lagergemüse wie Kartoffeln, Möhren und Rote Bete.

Herbstgemüse eignet sich besonders gut zum Einlagern oder für die Vorratshaltung. Viele Sorten entwickeln während der Lagerung sogar ein ausgewogeneres Aroma und lassen sich vielseitig in Suppen, Aufläufen oder Ofengerichten verwenden.

Winterbeginn: Dezember

Auch im Dezember bleibt das Angebot regionaler Gemüsesorten überraschend vielfältig. Winterharte Kohlarten und zahlreiche Lagergemüse bilden jetzt die Grundlage einer saisonalen Küche.

  • Frisch verfügbar: Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Lauch, Chicorée und Schwarzwurzel.
  • Aus Lagerhaltung: Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Rote Bete, Pastinaken, Steckrüben, Weißkohl, Rotkohl und Kürbis.

Gerade robuste Wurzel- und Kohlgemüse gehören zu den klassischen Wintergemüsen und lassen sich über viele Monate lagern, ohne dass sie ihre guten Kocheigenschaften verlieren.

Freiland, geschützter Anbau oder Lager?

Bei Gemüse lohnt sich ein genauer Blick auf die Herkunft. Nicht jede regional angebotene Gemüsesorte wurde unmittelbar zuvor im Freiland geerntet. Besonders im Frühjahr stammen viele Produkte zunächst aus geschütztem Anbau, während im Winter zahlreiche Gemüsesorten aus professioneller Lagerhaltung angeboten werden.

  • Freiland: Das Gemüse wächst unter natürlichen Witterungsbedingungen und wird während seiner regulären Saison geerntet.
  • Geschützter Anbau: Folientunnel oder Gewächshäuser ermöglichen einen früheren Saisonbeginn oder eine verlängerte Erntezeit.
  • Lagerhaltung: Viele Wurzel- und Kohlgemüse werden nach der Ernte kühl und kontrolliert gelagert und bleiben dadurch über Monate verfügbar.
  • Importware: Einige Gemüsesorten stammen außerhalb der heimischen Saison aus wärmeren Anbaugebieten und sind deshalb ganzjährig erhältlich.
Gut zu wissen Kartoffeln, Möhren, Kürbis, Sellerie oder Rote Bete gehören zu den klassischen Lagergemüsen. Dank moderner Lagertechnik bleiben sie über viele Monate in guter Qualität verfügbar.

Warum lohnt sich saisonales Gemüse?

Saisonales Gemüse überzeugt nicht nur durch seine große Vielfalt, sondern häufig auch durch seinen besonders intensiven Geschmack. Während der natürlichen Erntezeit können viele Gemüsesorten vollständig ausreifen und entwickeln dadurch ihr typisches Aroma sowie eine angenehme Textur.

  • Viele Gemüsesorten werden während ihrer Hauptsaison voll ausgereift geerntet.
  • Das saisonale Angebot sorgt automatisch für mehr Abwechslung auf dem Speiseplan.
  • Regionale Erzeuger und kurze Lieferketten können unterstützt werden.
  • Viele Gemüsesorten sind während ihrer Saison besonders gut verfügbar.
  • Überschüsse lassen sich problemlos einfrieren, fermentieren oder einlagern.

Welche Auswirkungen saisonaler Einkauf tatsächlich auf Umwelt und Nachhaltigkeit hat, hängt jedoch nicht allein von der Transportstrecke ab. Auch Anbauform, Lagerdauer, Kühlung, Verpackung und das verwendete Transportmittel spielen eine wichtige Rolle.

Merksatz Saisonales Gemüse überzeugt häufig durch seinen natürlichen Geschmack und eine besonders große Auswahl während der jeweiligen Erntezeit.

Wintergemüse – deutlich vielseitiger als viele vermuten

Während Tomaten, Gurken oder Zucchini im Winter meist importiert oder im beheizten Gewächshaus angebaut werden, bietet die kalte Jahreszeit zahlreiche heimische Alternativen. Vor allem Kohlarten, Wurzelgemüse und Lagergemüse eignen sich hervorragend für eine abwechslungsreiche Winterküche.

  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Feldsalat
  • Lauch
  • Pastinaken
  • Schwarzwurzel
  • Steckrüben
  • Sellerie
  • Rote Bete
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Kürbis aus Lagerhaltung

Viele dieser Gemüsesorten lassen sich vielseitig einsetzen – von cremigen Suppen über Ofengemüse bis hin zu herzhaften Aufläufen oder frischen Salaten.

Regional einkaufen – aber bewusst

Regionales Gemüse ist häufig eine gute Wahl. Dennoch bedeutet „regional“ nicht automatisch, dass ein Produkt unmittelbar zuvor geerntet wurde. Gerade im Winter stammen viele Gemüsesorten aus professioneller Lagerhaltung oder aus geschütztem Anbau.

Wer möglichst saisonal einkaufen möchte, sollte deshalb neben der Herkunft auch auf den Erntezeitpunkt und die jeweilige Saison achten. Ein Saisonkalender hilft dabei, das natürliche Angebot besser einzuordnen und neue Gemüsesorten zu entdecken.

Einkaufstipp Achte beim Einkauf nicht nur auf das Herkunftsland, sondern möglichst auch auf die Saison. Regionales Freilandgemüse während seiner natürlichen Erntezeit überzeugt häufig durch besonders guten Geschmack und kurze Lieferwege.

Fazit: Jede Jahreszeit bietet ihre eigenen Gemüse-Highlights

Von Spargel und Spinat im Frühling über Tomaten, Gurken und Zucchini im Sommer bis hin zu Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse im Herbst und Winter – jede Jahreszeit bringt ihre eigenen regionalen Spezialitäten hervor.

Ein Saisonkalender hilft dabei, Gemüse bewusster auszuwählen, abwechslungsreicher zu kochen und das natürliche Angebot im Jahresverlauf besser kennenzulernen. Gleichzeitig lassen sich viele saisonale Gemüsesorten hervorragend bevorraten, einfrieren oder haltbar machen.

Das solltest du dir merken Saisonales Gemüse stammt aus seiner natürlichen Erntezeit und überzeugt häufig durch besonders gutes Aroma, große Vielfalt und eine hohe Verfügbarkeit. Wer sich am Saisonkalender orientiert, entdeckt im Laufe des Jahres immer wieder neue regionale Gemüsesorten.