21 Juli
2026

Saisonkalender für Obst: Was hat wann Saison?

Welches Obst hat gerade Saison? Unser Saisonkalender gibt dir einen schnellen Überblick über die Erntezeiten heimischer Obstsorten – von Erdbeeren im Frühsommer bis zu Äpfeln und Birnen im Herbst. So findest du jederzeit die passende Auswahl für deine saisonale Küche.

Nachhaltige Ernährung Obst Saisonkalender regional und saisonal einkaufen saisonales Obst Wann ist die beste Zeit für regionales Obst? Warenkunde welches Obst hat Saison Welches Obst kann man saisonal einfrieren?

Saisonkalender für Obst – was hat wann Saison?

Erdbeeren im Frühsommer, Kirschen im Juli und Äpfel im Herbst: Jede Obstsorte hat ihre eigene Erntezeit. Doch welches Obst hat in welchem Monat Saison und wann handelt es sich lediglich um eingelagerte Ware?

Unser kompakter Saisonkalender zeigt dir, wann regionales Obst aus dem Freiland, geschützten Anbau oder Lager erhältlich ist – übersichtlich zusammengefasst und mit praktischen Tipps für Einkauf und Küche.

Winter: Januar bis März

Während der Wintermonate reift im regionalen Freiland kaum frisches Obst. Das Angebot besteht daher hauptsächlich aus gut lagerfähigen Herbstsorten.

  • Januar: Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung
  • Februar: Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung
  • März: Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung, erster Rhabarber aus geschütztem Anbau

Je länger Obst gekühlt gelagert wird, desto höher kann der dafür notwendige Energieaufwand ausfallen.

Merksatz Regional erhältlich bedeutet nicht automatisch frisch geerntet: Äpfel und Birnen stammen im Winter meist aus dem Lager.

Frühling: April bis Mai

Im Frühling beginnt die Auswahl langsam wieder zu wachsen. Rhabarber eröffnet die Saison, bevor im Mai die ersten heimischen Beeren folgen.

  • April: Rhabarber aus geschütztem Anbau, Äpfel aus Lagerhaltung
  • Mai: Rhabarber und Maibeeren aus dem Freiland, erste Erdbeeren aus geschütztem Anbau, letzte Lageräpfel

Freiland-Erdbeeren sind meist erst etwas später verfügbar als Früchte aus Folientunneln oder anderen geschützten Anbauformen.

Alltagsbeispiel Rhabarber eignet sich im Frühling hervorragend für Kompott, Desserts und Kuchen. Botanisch zählt er allerdings zum Gemüse.

Frühsommer: Juni

Im Juni beginnt die große Zeit der regionalen Beeren und Kirschen. Gleichzeitig endet traditionell die Erntezeit von Rhabarber.

  • Erdbeeren und Maibeeren
  • Himbeeren und Heidelbeeren
  • Johannisbeeren und Stachelbeeren
  • Süßkirschen und Sauerkirschen
  • Rhabarber bis etwa Ende Juni
  • Felsenbirnen als regionales Wildobst

Die tatsächliche Verfügbarkeit kann je nach Witterung und Anbauregion früher oder später beginnen.

Hochsommer: Juli bis August

Im Hochsommer ist die Auswahl besonders groß. Neben Beeren und Kirschen kommen nun zahlreiche Steinfrüchte sowie erste Äpfel und Birnen hinzu.

  • Juli: Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Kirschen, Aprikosen, Mirabellen und erste Pflaumen
  • August: Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Mirabellen, Renekloden, Beeren, Feigen, Melonen und Physalis

Im August beginnt außerdem die Saison verschiedener Wildfrüchte wie Hagebutten, Kornelkirschen, Sanddorn und Aronia.

Merksatz Juli und August bieten die größte Vielfalt an regionalem Beeren- und Steinobst.

Herbst: September bis November

Der Herbst ist die Hauptsaison für Kernobst, Trauben, Quitten und Nüsse. Viele Sorten lassen sich nun frisch genießen oder für die Wintermonate einlagern.

  • September: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten, Weintrauben, Feigen, Brombeeren, Herbsthimbeeren, Holunder, Physalis, Haselnüsse, Walnüsse und Maronen
  • Oktober: Äpfel, Birnen, Quitten, Weintrauben, späte Pflaumen, Feigen, Physalis, Minikiwis, Nüsse und Maronen
  • November: späte Äpfel, Birnen, Quitten und Minikiwis sowie Mispeln und Schlehen als Wildobst

Äpfel, Birnen und Quitten werden im Herbst nicht nur frisch angeboten, sondern teilweise auch für die kommenden Monate eingelagert.

Winterbeginn: Dezember

Im Dezember besteht das regionale Angebot hauptsächlich aus Lagerobst und wenigen Wildfrüchten, die erst nach kalten Nächten ihr typisches Aroma entwickeln.

  • Lagerhaltung: Äpfel, Birnen und Quitten
  • Wildobst: Mispeln und Schlehen

Schlehen und Mispeln werden durch Frost beziehungsweise längere Kälteeinwirkung milder und geschmacklich angenehmer.

Freiland, geschützter Anbau oder Lager?

Bei einem Saisonkalender lohnt sich ein genauer Blick auf die Herkunft des Obstes. Nicht jede regional angebotene Frucht wurde unmittelbar zuvor im Freiland geerntet.

  • Freiland: Das Obst wächst ohne beheiztes Gewächshaus und wird während seiner natürlichen Saison geerntet.
  • Geschützter Anbau: Folientunnel oder Gewächshäuser können die Erntezeit vorziehen oder verlängern.
  • Lagerhaltung: Gut lagerfähige Früchte werden nach der Ernte unter kontrollierten Bedingungen aufbewahrt.
  • Importware: Obst stammt aus anderen Klimazonen oder von der Südhalbkugel und ist dadurch teilweise ganzjährig verfügbar.
Einkaufstipp Achte neben dem Herkunftsland auch auf die Anbauform. Regionales Freilandobst während seiner Hauptsaison ist meist besonders aromatisch.

Warum lohnt sich saisonales Einkaufen?

  • Obst wird häufig reifer geerntet und schmeckt dadurch aromatischer.
  • Das saisonale Angebot bringt automatisch mehr Abwechslung in die Küche.
  • Regionale Erzeuger und kurze Lieferketten können unterstützt werden.
  • Während der Hauptsaison sind viele Früchte besonders gut verfügbar.
  • Größere Mengen lassen sich einfrieren, einkochen oder zu Mus verarbeiten.

Wie nachhaltig ein Produkt tatsächlich ist, hängt jedoch nicht allein von der Entfernung ab. Auch Anbauform, Lagerdauer, Kühlung, Verpackung und Transportmittel spielen eine Rolle.

Fazit: Jede Obstsorte hat ihre beste Zeit

Im Winter dominieren Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung, während im Frühling Rhabarber und erste Erdbeeren die neue Saison eröffnen. Der Sommer bringt Beeren, Kirschen und Steinobst, bevor im Herbst Äpfel, Birnen, Quitten, Trauben und Nüsse ihren Höhepunkt erreichen.

Ein Saisonkalender hilft dir dabei, regionales Obst gezielter auszuwählen, neue Sorten zu entdecken und deine Rezepte abwechslungsreich an die Jahreszeit anzupassen.

Das solltest du dir merken Saisonales Obst ist besonders dann attraktiv, wenn es regional geerntet wird, natürlich ausreifen konnte und ohne lange Lagerung auf den Teller kommt.